
Veränderungs-Beratung
2
Analyse-Phase:
Situation verstehen
Beim Start des Change-Projektes muss die Lage realistisch erfasst werden: Wo sind wir, wohin wollen wir? Welche Optionen sind denkbar und sinnvoll? Wie ist die Veränderungsbereitschaft bei maßgeblichen Beteiligten?
Hierbei gilt: So wenig Analyse wie möglich, so viel wie nötig! Denn jedes Fragen und Erkunden beeinflusst bereits die Situation, schürt Gerüchte und kanalisiert Informationen.
Wir nutzen unter anderem diese Analyse-Methoden:
Change-Need & Readiness-Tool
... zur Untersuchung der Veränderungsbereitschaft
Status-quo-Analyse und
Delta-Analyse
... für den Vergleich zwischen Ist- und Soll-Zustand
Stakeholder-Analyse
... um zu klären, welche Interessen vorhanden sind und wer in welchem Umfang beteiligt werden soll.
Change-Impact-Analyse
... zur groben Vorhersage der Reaktionen auf die geplante Veränderung
"Einfach mal machen ..."
Dieser spontane Ansatz mag im Alltag manchmal funktionieren. Bei Veränderungsprozessen in Organisationen jedoch passt er nicht.
Denn Change-Projekte haben meist nur einen einzigen Versuch. Führt das Vorhaben nicht zeitnah zu sichtbaren positiven Ergebnissen, leidet sowohl das konkrete Projekt als auch die Änderungsbereitschaft der Beteiligten insgesamt. Künftige Veränderungsbemühungen wären unnötig erschwert.
Professionelles Veränderungsmanagement stellt daher eine maximale Erfolgswahrscheinlichkeit des Projektes sicher.
Die folgenden Punkte beschreiben den Beratungsansatz und die Arbeitsmethodik von VMPartner. Beides sorgt für sofortigen Erfolg und für ein förderliches Veränderungs-Image.
Ansatz & Abfolge
Maßgeschneidert, flexibel
Jedes Projekt und jeder Projektverlauf sind so individuell wie die Organisation selbst. Es gibt keine Standardlösungen oder fertige Konzepte.
Die gewählten Formate und Methoden müssen so maßgeschneidert wie flexibel sein, um die speziellen Bedingungen und Ziele angemessen abzubilden.
Nur dieser "veränderliche" Ansatz für Veränderungsmanagement ermöglicht stets den sinnvollen nächsten Entwicklungsschritt.

Geplant, ganzheitlich
Entscheidend ist eine fundierte Vorbereitung.
Oft sind mehrere Abstimmungsgespräche oder Orientierungs-Workshops nötig, um:
-
relevante Perspektiven einzubeziehen
-
unterschiedliche Optionen zu entwickeln
-
mögliche Widerstände vorherzusehen
-
und prinzipielle Akzeptanz zu schaffen
... bis das eigentliche Change-Projekt startklar ist.
Gerade zu Beginn müssen strukturelle, kulturelle, technologische und menschliche Aspekte betrachtet und abgewogen werden. Ein guter Projektstart ist somit der Schlüssel zu tragfähigem Erfolg:
"Sage mir, wie ein Veränderungsprojekt beginnt, und ich sage Dir, wie es endet."

Veränderungsmanagement-Phasen
Professionelles Change Management bedeutet ein klares Vorgehen.
5 Phasen (mit je 4 Punkten) bauen aufeinander auf:
1
Vorphase:
Bedingungen klären
-
Veränderungsidee konkretisieren, grobe Projektziel(e) formulieren
-
Unterstützung durch Beratung festlegen (Art/Umfang, intern/ extern)
-
Aktions- u. Ablaufplan vorläufig erstellen
-
Sofortmaßnahmen definieren und einleiten
2
Analyse-Phase:
Situation verstehen
-
Projektskizze erstellen, genehmigen, kommunizieren
-
Änderungsbereitschaft (mit zu erwartenden Resultaten) analysieren
-
Strategische/operative Optionen erkennen und priorisieren
-
Erste Erfolge ("quick wins") produzieren und bekanntmachen
3
Konzept-Phase:
Projektplan realisieren
-
Messbare Projektziele verbindlich festlegen
-
Arbeits-/Beteiligungs-formate konkretisieren, schrittweise ausrollen, Wirksamkeit verf
-
Projektmanagement verpflichtend und transparent aufsetzen
-
Projektkommunikation verwirklichen und ständig verfeinern
4
Umsetzungs-Phase: Veränderung bewirken
-
Maßnahmen transparent umsetzen und dokumentieren
-
Methoden & Modelle verzahnen und agil steuern
-
Führungskräfte als Veränderungs-Treiber fördern und fordern
-
Wirksamkeit der Maßnahmen verfolgen, Umsetzung justieren
5
Stabilisierungs-Phase: Wandel absichern
-
Resultate sichten und auswerten
-
Neue Strukturen und Verhaltensweisen verankern
-
Veränderungskompe-tenz intern aufbauen und stärken
-
Weitere Entwicklungs-schritte ausarbeiten und ggf. projektieren
Tipp: Wenn Sie zu Veränderungs-Phasen – und die konkrete Umsetzung in Ihre Praxis – mehr erfahren möchten, freuen wir uns über den Kontakt
Die Praxis zeigt eindeutig: Individuelle Konzeption und projekthaftes Arbeiten sind die zentralen Erfolgsfaktoren jeder geplanten Veränderung.
"Richtig Verändern" heißt immer auch, Ziele oder Wege flexibel anzupassen, wenn sich neue Erkenntnisse oder bessere Lösungen zeigen.
Fazit: Ansatz & Abfolge entscheiden!
1
Vorphase:
Rahmenbedingungen klären
Am Anfang steht die Idee zur Veränderung. Sie muss formuliert und konkretisiert werden – aktive "Willensbildung" also, mitsamt groben Zielen, abzusehenden
Schritten und eventuellen Sofortmaßnahmen.
Hinweis: Für diese Phase bieten wir den Orientierungs-Workshop "Veränderung bei uns" an.
Auch ist zu entscheiden, ob und wieweit eine Unterstützung durch Veränderungs-Berater (intern oder extern) erforderlich und passend ist.
Zu Veränderungsbeginn können folgende Methoden sinnvoll sein:
SWOT-Analyse
Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken werden systematisch betrachtet und bewertet (einschl. Kennzahlenanalyse)
Prozessanalyse
Ineffizienzen, Engpässe und Verbesserungspotenziale in Arbeitsabläufen werden erkannt und priorisiert
Kulturdiagnose
Fokus auf Haltungen und Kommunikationsmuster, die gefördert oder kritisch gesehen werden müssen (vom Kundenservice bis hin zum Führungsverhalten)
Szenariotechnik
Mögliche künftige Entwicklungen (ob Markt oder eigene Positionierung) werden ausgearbeitet, verglichen und hieraus Veränderungsziele abgeleitet.
Methoden & Modelle
Die Methodik macht's
Der Erfolg des Veränderungsprojektes hängt ab von der Passgenauigkeit und dem Zuschnitt der gewählten Methoden und Modelle.
Für höchsten Nutzen und weite Akzeptanz muss die Change-Methodik:
-
einfach genug sein, um alle Beteiligten zu erreichen
-
komplex genug sein, um die Vielschichtigkeit der Situation abzubilden
-
strukturiert genug sein, um glaubwürdige Orientierung zu bieten
-
flexibel genug sein, um auf Änderungen im Projekt zu reagieren
Sinnvoller Methoden-Mix
Die konkrete Methoden-Kombination richtet sich nach den Zielen und dem Umfang der Veränderung: Einzelpersonen, Teams, Abteilungen, Bereiche oder die Organisation als Ganzes.
Im Einsatz bei VMPartner-Projekten haben sich die folgenden Veränderungs-Methoden und -Modelle als besonders wirksam erwiesen. (Die Beschreibung folgt den 5 Schritten des VMP-Veränderungs-Phasenmodells, siehe oben):
3
Konzept-Phase: Projektplan realisieren, Change-Modelle nutzen
Für klares und systematisches Veränderungsmanagement sind definierte Ziele, Arbeit im Projektmodus sowie gute Veränderungskommunikation nötig.
Als konzeptioneller Überbau haben sich Change-Modelle als sehr hilfreich erwiesen.
Wir orientieren uns oft an den nebenstehenden Mustern und Vorlagen – und haben daraus ein eigenes Arbeitsschema abgeleitet, siehe oben:
3-Phasen-Modell
(nach Lewin)
Unfreezing – Change – Refreezing
7S-Modell (nach
Peters/Waterman)
Strategy, Structure, Systems, Skills, Staff, Style, Shared Values, Staff
Sieben-Phasen-Modell (nach Streich)
Überraschung, Ablehnung, Einsicht, Akzeptanz, Ausprobieren, Erkenntnis, Integration.
Praxistipp: Diese Reihenfolge eignet sich gut zum "Überbringen schlechter Nachrichten". VMPartner hat hierzu einen Leitfaden für Führungskräfte entwickelt.
Formel für Veränderung
(nach Gleicher)
Unzufriedenheit, Vision und Wege müssen in ihrem Zusammenspiel stärker sein als die "Kosten" der Veränderung – sonst tritt Widerstand auf.
4
Umsetzungs-Phase:
Methoden des Veränderns
Hier setzen wir u.a. auf agile Prinzipien (iteratives Vorgehen, kontinuierliche Feedbackschleifen – intern wie extern).
Besonders wichtig ist dabei die genaue Überwachung und Dokumentation des Veränderungs-Fortschritts.
Einige Methoden-Beispiele:
Scrum im Change
... intensive Arbeitsphasen zur Erstellung und Fixierung wichtiger Zwischenergebnisse
Kanban-Boards, Change Canvas, Roadmaps
... transparente Visualisierung von Projektstand und Projektfortschritten
Design Thinking
... kreative Entwicklung von Lösungen in bereichsübergreifenden Teams
Weitere Methoden
... Coaching, Gruppenarbeit, Meilenstein-Workshops, Führungskräfteentwicklung etc.
5
Stabilisierungs-Phase:
Sicherung des Veränderungserfolgs
Zur Messung von Effizienz und Effektivität – sowie als wichtige Rückmeldung zur Projektqualität – werden die erzielten Resultate der Veränderungsarbeit ausgewertet.
Wie kann der Erfolg des Projektes objektiv nachgewiesen und real abgesichert werden?
Hierzu arbeitet das Team von VMPartner u.a. mit diesen fünf Methoden:
Lessons-Learned-Workshops
... Was lief gut, schlecht, und warum? Welche konkreten Erkenntnisse nehmen wir mit? Was ist noch zu tun?
Mitarbeiterbefragungen
... online oder persönlich, Feedback-Dialog, Organisationskultur-Diagnose
360°-Feedback
... Beurteilung der Veränderungsergebnisse und Führungsleistungen in einzelnen Verantwortungsbereichen
Zielerreichungsanalyse
... Vergleich der aktuellen Ergebnisse mit den ursprünglichen Projektzielen anhand geeigneter Indikatoren
Change Adoption Rate
... Wieviele Personen übernehmen die neuen Prozesse oder Verhaltensweisen tatsächlich?
Ergänzende Techniken
Neben den hier vorgestellten Methoden & Modellen nutzen wir von VMPartner weitere Techniken aus den Gebieten:
-
Strategieberatung
-
Organisationsdesign
-
Projektmanagement
-
Personalentwicklung
Wenn Sie mehr wissen möchten über Methoden und Modelle des Veränderungsmanagements (einschließlich eines praxisorientierten Vergleichs von Stärken und Schwächen), freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme – Stichwort: "Whitepaper Change Tools".
